Brief Schulsozialpädagogik

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte unserer Schüler*innen am SSP Meran Obermais

Jetzt zum Semesterwechsel und angesichts der immer noch anhaltenden schwierigen Zeit mit Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Fernunterricht,

melde ich mich mit diesem Schreiben zur Schulsozialpädagogik,
mit einer Videobotschaft direkt an Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte,
dann auch einem Video das bitte an Mittelschüler*innern weitergeleitet werden kann/sollte,

dann Anmerkungen bezüglich virtuellen Räumen, Chatgruppen und Cybermobbing

und zum Schluss nochmal Kontaktadressen zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

Auch im Anhang ein Info-Blatt das ich gemacht habe mit meinen Kontaktadressen.


Meine Videobotschaften an Eltern/Erziehungsberechtigte und Mittelschüler*innen

Hier finden Sie eine Videobotschaft (3min) die ich für Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte gemacht habe:

https://youtu.be/TTblWec-Cgs

Hier finden Sie noch eine Videobotschaft (5min) die ich speziell für unsere Schüler*innen der Mittelschulen gemacht habe:

https://youtu.be/5bO-mv-87Wo 


Online-Räume und Cybermobbing

Als Schulsozialpädagoge erinnere ich an die Erziehungsverantwortung zur Begleitung von Kindern und Jugendlichen auch in virtuellen Räumen.

Virtuelle Räume sind auch Räume, in denen alles Mögliche passieren kann.

Diskriminierungen und Mobbing sind Gewalt. Was tun wir, damit sich unsere Kinder und Jugendlichen in möglichst Gewalt-freien Räumen aufhalten?

Lassen wir unsere Kinder und Jugendlichen nicht alleine in Räumen, ohne zu wissen was sie dort machen, welche Inhalte sie teilen, was sie konsumieren.

Kontroll-Wahn stört das Vertrauen zu unseren Kindern, zugleich ist Desinteresse aber fahrlässig.
Wie können wir mit unseren Kindern und Jugendlichen in Kontakt bleiben,

Vertrauen pflegen und dabei auch klar machen, wie die Verantwortungen liegen? Auf diese Frage müssen wir Antworten finden.

In Klassen-Chats brauchen die Mitglieder gemeinsame Vereinbarungen sowie regelmäßige Evaluationen,
damit es Wert-volle und Sinn-volle Gruppenräume werden.
Sonst passieren schnell Mobbingdynamiken und Diskriminierungen/Gewalt macht sich breit.

Eltern/Erziehungsberechtigte stehen hier in der Verantwortung der Begleitung.

Die Verantwortung ist auch rechtlicher Natur. Wir sind als Eltern/Erziehungsberechtigte dafür verantwortlich, was unsere Kinder tun und lassen.

Mobbing ist strafbar. Auch Beleidigungen u/o Verletzung der Privacy in Cyber-Räumen ist strafbar.

Gleich immer mit Anzeigen zu drohen ist nicht Sinn der Sache, aber wir müssen unsere Erziehungsverantwortung ernst nehmen und gemeinsam darauf schauen, dass es in Gruppenräumen allen (!) Kindern und Jugendlichen gut gehen kann, mit Respekt vor Diversität und persönlichen Grenzen.
Was wir tun können? Besprechen wir auf Erwachsenen-Ebene, welche Vereinbarungen für Online-Räume wichtig sind und wie gemeinsame Gruppenräume gestaltet und begleitet werden sollten. Besprechen wir das dann auch mit unseren Kinder und Jugendlichen.
Schließen wir gemeinsam Gruppenvereinbarungen / Verträge und vereinbaren wir auch regelmäßige Evaluationen um zu schauen, ob diese Verträge für alle gut halten.
Bei Klassen-Chats müssen Eltern/Erziehungsberechtigte hierbei Verantwortung übernehmen. Elternsprecher*innen können eventuell Verantwortung zur Koordination übernehmen.

Als Schulsozialpädagoge kann ich hierzu auch gerne beraten und begleiten.


Beratungsangebote

Meine eigenen Beratungsangebote finden Sie ja im Video.

Zudem möchte ich nochmal auf das PBZ - pädagogische Beratungszentrum hinweisen, in dem Schüler*innen und Eltern Beratung finden bei allen Themen, welche die Schule betreffen.
http://www.provinz.bz.it/bildung-sprache/didaktik-beratung/downloads/PBZ_Meran-2020_GZD_I.pdf

Für private Themen können Kinder und Jugendliche sich auch direkt und vertraulich an die Berater*innen von Young+Direct melden. Gratis und ganz einfach, über Telefon, Whatsapp…
https://www.young-direct.it/de/

Bei persönlichen Belastungen gibt es auch andere Unterstützungsangebote, die hier auf dieser Webseite aufgelistet sind:

https://www.dubistnichtallein.it/


Aber wie gesagt, ich bin als Schulsozialpädagoge direkt ansprechbar für alle Themen und arbeite mit vielen Fachstellen zusammen,

an die ich Eltern/Erziehungsberechtigte sowie Schüler*innen bei Bedarf auch gerne hin begleite.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ivo Passler

 

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge

SSP Meran Obermais

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Tel. +39 331 315 3103

Ich bevorzuge als Pronomen „er“ oder Anrede ohne Pronomen.

Schreiben Schulsozialpädagoge November 2020

Viele Gefühle und Energien. Die Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mussten wieder verschärft werden und das macht mich sehr traurig. Ich will diese Trauer jetzt nicht in Verzweiflung und Hass ummünzen, sondern in politisches Handeln zum Wohle der Schüler*innen. Aggression sehe ich als wichtige Lebensenergie. Sie kann konstruktiv genutzt werden. Gefühle der Trauer, Orientierungslosigkeit und Ohnmacht in ungerichtete, zerstörerische Energie umzuleiten wirkt jedoch destruktiv. Eine Krise wird nur zur Chance, wenn wir als politische Subjekte verantwortungsvoll handeln. Den Schüler*innen gegenüber werde ich nach Möglichkeiten weiterhin Mut, Freude und Hoffnung zum Ausdruck bringen!

Mein Beratungs- und Begleitungsangebot verlagere ich jetzt zwangsläufig zum allergrößten Teil auf Videofonie und Telefonie. Mit allen Anliegen rund um das Wohlbefinden Ihrer Kinder und auch Ihr eigenes Wohlbefinden können Sie sich bei mir melden. Ich berate und begleite vertraulich, bei Bedarf vermittle ich weitere Unterstützungsangebote.

Damit wir jetzt irgendwie neues Gleichgewicht finden können, ist unsere kreative Solidarität stark gefordert. Als Schulsozialpädagoge schicke ich einige Ansagen, die ich als wichtig erachte und die alle miteinander zusammenhängen:

  1. Zwischenmenschlicher Kontakt? Ja, aber sicher doch
    Werden wir kreativ, um einander zu zeigen, dass wir unsere Beziehung auch pflegen können, wenn wir die nötigen Präventionsmaßnahmen einhalten. Wir müssen in Kontakt bleiben und zugleich aufeinander aufpassen. Oft ist das sehr schwierig, aber wir werden es schaffen, wenn wir das kreativ und liebevoll einüben.Tauschen wir hierzu positive Erfahrungen, Tipps und Ideen aus. Seien wir liebevoll mit uns selbst und mit anderen.
  2. Gesundheit pflegen, körperlich und psychisch/mental

Üben wir im Rahmen der Möglichkeiten Sport, gehen wir an die frische Luft, machen wir Atemübungen, Yoga, Pilates, Meditation, wenn möglich Spaziergänge und Jogging-Runden im Freien, üben wir uns mit allen uns zugänglichen möglichen Methoden im positiven Denken und Handeln. Tauschen wir hierzu positive Erfahrungen, Tipps und Ideen aus. Seien wir liebevoll mit uns selbst und mit anderen.

  1. Nachsicht üben
    Diese Pandemie verschärft bestehende Ungerechtigkeiten. Die Reichtums-Armuts-Schere klafft immer noch weiter auseinander. Sprechen wir darüber! Schauen wir uns um und recherchieren wir: Welche Menschen in unserer Gesellschaft sind jetzt noch stärker von den Einschnitten und Folgeschäden betroffen als ich selbst? Werden wir konkret aktiv und bieten wir nach Möglichkeiten unsere Unterstützung an, diskret und respektvoll, denn der Schutz der Würde muss immer Priorität bleiben! Jede*r von uns hat Ressourcen, die wir solidarisch einsetzen können. Das muss nicht immer Materielles sein. Wir können Höflichkeit und Freundlichkeit üben. Räume des Erzählens und Zuhörens aufmachen. Ein Lächeln erkennen wir auch in den Augen. Erst wenn wir einander wirklich zuhören können wir gemeinsam stark werden. Tauschen wir hierzu positive Erfahrungen, Tipps und Ideen aus. Seien wir liebevoll mit uns selbst und mit anderen. Und achten wir die Privacy und Würde!
  1. Unterstützung suchen, vermitteln, organisieren
    Einige Unterstützungssysteme gibt es. Suchen wir sie, nutzen wir sie, vermitteln wir sie anderen Menschen, die sie womöglich noch nicht kennen. Manche Unterstützungssysteme müssen noch gebaut werden. Kümmern wir uns gemeinsam darum, dass niemand durch das Netz zwischenmenschlicher Fürsorge fällt. Diesbezüglich kann die momentane Krise vielleicht wirklich auch als Chance genutzt werden: zeigen wir Mut zu neuen Bekanntschaften und Beziehungen, zu neuen Bündnissen, zu neuen politischen Forderungen nach gerechter Chancenverteilung.
  2. Zeigen wir auch nachbarschaftliche Zivilcourage gegen Gewalt!
    Einige wichtige Anlaufstellen in Bezug auf Gesundheitsförderung und Gewaltprävention finden Sie hierhttps://www.dubistnichtallein.it/kontakt
  3. Verteilungsgerechtigkeit fordern

Ohne Verteilungsgerechtigkeit gibt es keinen Frieden. Das momentane Wirtschafts- und Gesellschaftssystem baut auf Diskriminierung und Privilegierung. Chancen und Möglichkeiten sind absolut ungerecht verteilt. Das kann nicht gutgehen. Momentan besitzt das reichste 1% der Weltbevölkerung ca. 44% des weltweiten Vermögens. Auch in Südtirol sind die Klassenunterschiede (Klassismus) fatal im Verbund mit Sexismus und Rassismus. Wo keine gerechte Ressourcenverteilung einkehrt, lässt sich auch kein Frieden halten. Fehlende Investitionen in öffentliche Gesundheit, Bildung und Kultur wirken horrend. Als Erwachsene haben wir die Verantwortung, uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen, besonders im Hinblick auf die Zukunft der Kinder dieser Erde. Fordern wir Verteilungsgerechtigkeit und reale Chancengleichheit von unseren politischen Vertretungen, von den Parteien, denen wir unsere Unterstützung geben. Schließen wir Bündnisse um diese Forderungen stark zu machen.

Sie können sich mit Fragen und Bedürfnissen rund um das Wohlbefinden ihrer Kinder und ihrer Familie immer bei mir melden. Ich berate und vermittle bei Bedarf weitere Unterstützung. Vergessen Sie ihr eigenes Wohlbefinden nicht! Passen wir auf uns und unsere Liebsten, aber auch auf alle Anderen auf.

Ich wünsche Ihnen Gesundheit und Solidarität!

Mit freundlichen Grüßen
Ivo Passler

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
Tel 331 3153103 -   ivo.passler@schule.südtirol.it

Zusatz: Die bisherigen von der der Landesregierung und Landesverwaltung gestalteten Informationskampagnen zur Umsetzung der Präventions- und Sicherheitsmaßnahmen finde ich als Sozialpädagoge defizitär und unangemessen, um Bürger*innen Zielgruppen-gerecht positive Leitlinien dazu mitzugeben, wie zwischenmenschlicher Kontakt trotz der Schutzmaßnahmen noch gestaltet werden kann. Gemeinsam mit mehreren Schulsozialpädagoginnen habe ich diesbezüglich am 3. November einen konstruktiv kritischen Brief unter dem Motto “Zwischenmenschlicher Kontakt? Ja, aber sicher doch.” an die Landesregierung übermittelt. Hauptpunkt ist, dass wir Menschen nicht nur Anleitungen zum Distanzieren brauchen sondern auch Anleitungen dazu, wie jetzt dennoch zwischenmenschlicher Kontakt gepflegt werden kann. Das ist im Sinne der Gesundheitsförderung und Gewaltprävention wesentlich. Der Brief ist bei der Landesregierung angekommen. Als Sozialpädagoge werde ich weiterhin Bündnisse schließen um meine politischen Haltungen geltend zu machen. Das bedeutet auch Einsatz dafür, dass die Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen an der Schule möglich gemacht wird. “Fernunterricht” ist in Wirklichkeit Beschulung in der Familie. Sozial benachteiligte Kinder/Jugendliche bleiben dadurch noch weiter auf der Strecke. Ich denke dieser Tatsache müssen besonders wir Männer ins Auge schauen, um daraus Handeln gegen diese diskriminierenden Strukturen abzuleiten: Hausbeschulung bedeutet massiven Druck auf Familien und der trifft gesamtgesellschaftlich unverhältnismäßig Frauen, da unsere Gesellschaft immer noch extrem patriarchal-sexistisch aufgebaut ist. Und Hausbeschulung verstärkt die Diskriminierung aller Kinder/Jugendliche, besonders jener, deren schulische Begleitung zu Hause bereits vor der Pandemie benachteiligt war.

Seien wir mutig und setzen wir uns gegen Diskriminierungen ein, für Chancengerechtigkeit und gerechte Ressourcenverteilung, lokal und weltweit!

Anhänge:
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Schulsozialpädagogik Elternbrief

Schulsozialpädagogik am SSP Meran Obermais

Schuljahr 2020 – 2021

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte


Ein neues Schuljahr beginnt, mit vielen Neuerungen und Fragezeichen. Die „Corona-Zeit“ hat für uns alle einen Umbruch gebracht. Wir selbst und unsere Familien sind dadurch unterschiedlich schwer belastet. Diese Unsicherheiten und Belastungen wirken auch in unserer Schule.

Als Schulsozialpädagoge sehe ich jetzt noch klarer die Notwendigkeit, eigene Bedürfnisse und Gefühle und die Bedürfnisse und Gefühle meiner Mitmenschen liebevoll zu erforschen, um aufeinander aufpassen und füreinander da sein zu können. Ein reales Risiko ist, dass Menschen die eigene Unsicherheit in Negativität gegenüber Mitmenschen ausdrücken. Das wirkt besonders diskriminierend, wenn eigene „Ängste“ dann einfach auf Mitmenschen abgelassen werden, ohne deren Lebensrealität mitzudenken. „Angst“ darf kein Vorwand sein, um Mitmenschen zu verletzen. Bleiben wir menschlich, bleiben wir intelligent, bleiben wir freundlich und solidarisch!

Wenn es Probleme gibt, braucht es Lösungen und oftmals Begleitung dahin. 
Wo es Konflikte gibt braucht es Konfliktarbeit, um aus Konflikten lernen und daran wachsen zu können. Heuer muss ich meine Arbeit teilweise auch neu strukturieren. Altbewährtes funktioniert jetzt mitunter nicht mehr oder muss an neue Situationen angepasst werden.

Beratung und Begleitungist nach wie vor ein Kernbereich meiner Arbeit:

- Melden Sie sich als Eltern/Erziehungsberechtigte direkt bei mir, wenn Sie Fragen haben, welche das Wohlbefinden ihrer Kinder / unserer Schüler*innen betrifft. 
- Ihre Kinder / unsere Schüler*innen können sich auch direkt bei mir melden. Ermutigen Sie sie bei Bedarf, das auch zu tun. Oder sich sonst Beratung zu holen. Jedenfalls mit den Thema nicht allein zu bleiben, sondern sie mitzuteilen und sich begleiten zu lassen.
- Heuer werde ich jedenfalls verschiedene Beratungswege anbieten: Beratung bei mir im Büro, an den Schulstellen unseres Sprengels oder an sonst einem passenden Ort, den wir vereinbaren. Zudem biete ich auch Telefon- und Videoberatung an, womit ich in der Zeit der „Ausgangssperre“ auch schon Erfahrungen machen konnte.


Zudem werde ich heuer voraussichtlich mehr Elternabende zum themenbezogenen Austauschorganisieren, zur gemeinsamen Fortbildung, zum Stärken von Solidarität.

Ansonsten freue ich mich auch wieder darauf, direkt mit unseren Schüler*innen arbeiten zu dürfen, mit Projektunterricht und in der Begleitung diverser Projekte der Schulsozialarbeit.

Ihren Kindern / unseren Schüler*innen, aber auch uns allen wünsche ich ein wunderschönes Schuljahr in dem wir Positivität üben, füreinander da sind und lernen, aus Herausforderungen gemeinsam zu lernen.


Mit freundlichen Grüßen


Ivo Passler

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
Tel. +39 331 3153103 
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Mobbing-Prävention

Mobbingprävention ist an unseren Schulen immer schon wichtig. In jeder Gruppe besteht Mobbing-Risiko, und wir müssen nachhaltig daran arbeiten, unsere Gruppendynamiken heilsam zu gestalten, um Mobbing vorzubeugen und bei Bedarf gezielt gegen Mobbingdynamiken vorzugehen.
Heuer bekommt das Thema neue Dimensionen. Machen wir im Rahmen der Mobbing-Präventionsarbeit ein Rollenspiel. Nehmen Sie sich Zeit, dieses Szenario durchzuspielen:
Ihr Kind wird positiv auf COVID-19 getestet. Nicht nur ihr Kind, sondern die gesamte Schulklasse ihres Kindes muss jetzt in Quarantäne.

- Wie könnten die Familien der Mitschüler*innen auf diese Situation reagieren?
- Welche Reaktion wäre Ihnen am liebsten?

Antworten Sie auf diese Fragen womöglich auch schriftlich, machen Sie sich dazu Ihre Notizen. Gerne können Sie mir die Antworten auf die Fragen, besonders auch auf die zweite Frage, via Email zuschicken. Ich werde sie dann anonymisiert in einen weiteren Brief zur Mobbingprävention einarbeiten.
Haben Sie das Gedankenspiel durchgemacht und sich dafür eingehend Zeit genommen? Dann drehen wir die Situation jetzt um.

Ein*e Mitschüler*in Ihres Kindes wird positiv auf COVID-19 getestet. Nicht nur das Kind, sondern die gesamte Schulklasse muss jetzt in Quarantäne.

- Wie werden Sie in der Situation reagieren? Wie wird Ihre Reaktion auf die Situation des positiv getesteten Kindes wirken?
- Welchen Unterschied machen dabei persönliche Sympathien und Beziehungen zwischen den Familien, aber auch Verhältnisse von Geschlecht/soziale Klasse/ethnische oder sprachliche Identität usw.? 
- Wie möchten Sie reagieren? Was nehmen Sie sich vor?


Kontakt-Arbeit

Wir lernen in Beziehungen. In Beziehung zu anderen Menschen spüren wir uns, spiegeln wir uns, dadurch entwickeln wir unser Mensch-Sein. In Berührung mit Dingen, Materialien, Objekten, Wesen nehmen wir uns selbst wahr, formen wir unsere Fähigkeiten und Charakterzüge. Durch die CORONA-Präventionsauflagen müssen heuer die Möglichkeiten der Beziehungsarbeit in der Schule neu ausgelotet und aufgebaut werden. Bewegungsmöglichkeiten werden eingeschränkt, dadurch auch Kontaktmöglichkeiten. Wenngleich an der Schule bestmöglich investiert wird, um diese Einschränkungen auszugleichen, so ist jedenfalls auch das Zusammenspiel mit den Familien gefordert, um die Wichtigkeit von positivem, gewaltfreiem Kontakt und Berührung zu Erkennen und unsere Kinder dementsprechend zu fördern. Sonst passiert es, dass sich besonders auch soziale gesellschaftliche Gräben vertiefen. Denn die Schule ist ja ein Ort, wo sich Kinder verschiedener Gesellschaftsgruppen treffen und miteinander in Kontakt gehen. Auch Menschen, die sonst vielleicht gar nie persönlich in positiven Austausch kommen würden, die sich kaum grüßen würden, keine positiven Kontaktflächen miteinander hätten. Wenn wir den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt stärken wollen, dann müssen wir besonders auch jetzt bewusst darin investieren, dass positiver Kontakt weiterhin entstehen kann, in und außerhalb von Schule. Kontakt, der gesellschaftliche Gräben überwindet. Dazu müssen wir gemeinsam kreativ sein.


Melden Sie sich bei Bedarf oder bei Interesse bei mir, um diese und andere Themen der Schulsozialarbeit zu vertiefen!

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
Tel. +39 331 3153103 
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Schulsozialpädagoge - Botschaft zum Jahresabschluss

Liebe Alle,

mit besten Grüßen schicke ich euch zum Schul-Jahresabschluss diese Videobotschaft:

https://youtu.be/E1xGlJgRjL0

 

Schönen Sommer wünscht euch euer Schulsozialpädagoge

Ivo Passler

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Tel. 331 3153103

 

wichtige Unterstützungs Adressen

corona-krise

Hilfe für die Seele

Südtirol hat ein landesweites Netzwerk aufgestellt, um den Menschen bei der Bewältigung der psychischen Folgeerscheinungen der aktuellen Ausnahmesituation zu helfen.
 
Psychohilfe Covid 19, ist ein vom Südtiroler Sanitätsbetrieb ausgehendes Netzwerk zur kompetenten Begleitung,  psychologischen Beratung und therapeutischen Behandlung der Menschen in Zeiten des Lockdown. Man will damit den durch die Coronakrise auftretenden psychischen Folgeschwierigkeiten entgegenwirken, die in den nächsten Wochen durch die Ansteckungsgefahr, die rigorose Ausgangssperre und Vermeidung direkter Begegnungen zwischen Menschen, die notwendigen Hygienemaßnahmen und das Herunterfahren der Wirtschaft auftreten werden. 
 
 
 
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Der Landesbeirat für Chancengleichheit startet eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen.
"Wehrt Euch! Es gibt Hilfe-"
lautet der Aufruf.
 
In der derzeitigen Ausnahmesituation und aufgrund der einschränkenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie droht ein Anstieg der häuslicheGewalt. Angesichts der Ausgangsbeschränkungen sind Frauen in den eigenen vier Wänden vermehrt Gewaltsituationen ausgesetzt. Frauenverbände- und organisationen schlagen italienweit Alarm und appellieren an die Opfer, sich zur Wehr zu setzen und Gewalt auch in dieser Ausnahmesituation nicht einfach hinzunehmen.
 
 
 
gegen gewalt an frauen