Streitschlichtung an unserer Grundschule - Leitfaden für Lehrpersonen

Streitschlichtung zwischen Schülerinnen ist eine Form der autonomen Konfliktmediation zwischen Kindern.

Ziel der Streitschlichtung ist es, dass die Konfliktparteien sich wieder vertragen > also einen neuen Verhaltens-Vertrag schließen.

Die Streitschlichtung begleitet in mehreren Schritten zu diesem Vertrag: (1) Schilderungen der Vorfälle abgleichen; (2) Gefühle reflektieren; (3) Vorhaben formulieren;(4)  Vertrag schließen

Unsere Streitschlichterinnen führen Streitschlichtungen in der Pause durch.

Streitschlichtungen müssen von der Streitschlichterin bei den Lehrerinnen der Pausenaufsicht gemeldet werden. Diese klären mit der Streitschlichterin ab, wer alles mitkommen darf (nur die Betroffenen!) und ob der Zeitrahmen günstig ist und die Streitschlichtung noch im Rahmen der Pausenzeit durchgeführt werden kann

Falls zu Überziehungen der Pausenzeit kommen kann, muss die Streitschlichterin im Vorfeld mit den Lehrerinnen der Pausenaufsicht klären:

  • ob das für die Lehrpersonen der Folgestunden passt
  • wer die Schülerinnen dann in die Klassen zurück begleitet
  • dass die Streitschlichtung an einem anderen Moment durchgeführt wird (z.B. am Folgetag)
  • dass erst von den Lehrerinnen erst eine Einzelarbeit aufgetragen wird (eine mögliche Vorlage findet ihr im Anhang bzw. kann ich sie euch immer ausdrucken)

Der Ort der Streitschlichtung ist hinter und im Atrium. Hier können maximal zwei Mediationen parallel stattfinden. Falls mehr Anfragen parallel kommen > auf den Folgetag verschieben oder vorbereitende Einzelarbeit auftragen (dazu gibt es eine Vorlage)

Streitschlichterinnen MÜSSEN NICHT ALLE KONFLIKTE SCHLICHTEN.

Sie sollten hingegen im Stande sein, Streitschlichtungen nicht anzunehmen oder abzubrechen, wenn:

  • Kinder sich nicht an die Regeln der Streitschlichtung halten
  • die Streitschlichterin spürt dass sie diesen Konflikt nicht bearbeiten kann

Dann sollte der Fall an die Lehrpersonen übergeben werden. Was können Lehrerinnen dann tun?

  • Selbst eine Mediation durchführen
  • Mit den Kindern klar vereinbaren, dass der Fall in einem anderen Moment/Rahmen nachbearbeitet wird. Klare Vereinbarung ist dazu wichtig, damit sie die Sicherheit haben, dass die Sache nicht bagatellisiert oder verdrängt wird
  • Den Fall an mich als Schulsozialpädagoge weiterleiten
  • Den Kindern als ersten Teil der Konfliktarbeit eine Hausaufgabe mitgeben (eine mögliche Vorlage findet ihr im Anhang bzw. kann ich sie euch immer ausdrucken)

Die Konfliktarbeit ist ein sehr wichtiges Lernfeld sozialen Lernens. Gemeinsam können wir Rahmen schaffen, in denen unsere Kinder Sozialkompetenzen entwickeln.

Danke für die Zusammenarbeit und liebe Grüße, für Rückfragen oder Rückmeldungen könnt ihr mich immer kontaktieren

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais                                                                    
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Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">TelNr 331 315 3103

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Ideenpool - pädagogische Maßnahmen bei Übergriffen / Regelverstößen

Zu "Regeln formulieren" gibt es ja viel Literatur. Prinzipiell gilt: die Regel, auf welche sich die Maßnahme bezieht, sollte transparent, explizit und verständlich sein. Kurz, klar und positiv formuliert.

Wir wollen niemanden schlagen!  
ist dabei weniger eine Regel als ein schwach/implizit formuliertes Verbot
Wir schlagen nicht!             
Ist immer noch ein Nein!-Gebot, also nicht positiv lenkend. Es ist noch ein Verbot. Aber schon klarer formuliert, oder?
Wir behandeln uns und andere so achtsam, dass wir niemanden verletzen!
Ist positiv und klar, oder?

Behandle dich und andere so achtsam, dass du niemanden verletzt!
Ist jetzt auch noch Ich-Bezogen. So ist die Regel auch als Sozialziel wirksam.

Wo ist die Regel im Alltag sichtbar/präsent? Gibt es in der Klasse ein Plakat dazu? Kann die Lehrperson jederzeit darauf verweisen? Hat das Kind öfters Schwierigkeiten, diesen Leitsatz zu befolgen? Kann/sollte die Regel für dieses Kind deshalb besonders hervorgehoben werden? Wie machen wir das?

Bei der Bearbeitung von Konflikten gilt der Dreischritt:

Bewusstwerdung/Wahrnehmung >> Wiedergutmachung >> Entschuldigung

Bewusstwerdung/Wahrnehmung

Oft passieren Verletzungen, und den Akteur*innen ist gar nicht bewusst, dass ihr Handeln verletzt. Da braucht es eine Hinführung zur Wahr_Nehmung. Erst dann kann ich Verantwortung für mein Handeln übernehmen und auch andere Handlungsmuster einüben oder Wiedergutmachung einleiten.

Maßnahmenpool:

  • Gruppenleiter*innen holen den Bericht der verletzten Person ein und konfrontieren dann die „Täter*in“ in Einzelberatung mit dem Bericht.

    Nachfragen: Wie hast du das wahrgenommen? Kannst du die Gefühle der anderen Person nachvollziehen? (Woran) Hast du bemerkt, dass die andere Person verletzt wurde / sich nicht wohl gefühlt hat? Jetzt da du weißt, was dein Handeln ausgelöst hat: Wie geht es dir jetzt damit? Was könnten nächste Schritte sein? Was könnten Schritte sein, damit solche Verletzungen sich nicht mehr wiederholen? Was könnten Schritte sein, um die Verletzungen zu heilen?

  • Streitschlichtung / Mediation: Unter Begleitung von Mediator*innen erklären sich zwei Konfliktparteien gegenseitig ihre Wahrnehmungen zu einem Konflikt: wie sie das Geschehen wahrgenommen haben >> welche Gefühle sie dabei begleiteten >> welche Vorschläge sie zur Wiedergutmachung und Entschuldigung haben. Wiedergutmachungen und Entschuldigungen werden organisiert. Gemeinsam wird ein neuer Vertrag für das zukünftige Zusammenleben formuliert und abgeschlossen.

  • Theatermethoden/Rollenspiele: Die Konfliktparteien tun sich schwer, den realen Konflikt / die reale Verletzung zu bearbeiten. Wir spielen den Konflikt deshalb nach und reflektieren/bearbeiten ihn dann auf dieser Parallel-Ebene 

Wiedergutmachungen

Wenn es uns darum geht, Konflikte zwischen Kinder zu bearbeiten, dann erörtern wir zunächst die Bedürfnisse der Geschädigten! Wir unterstützen erst einmal die geschädigte/verletzte Person und stehen ihr zur Seite. Wir machen für sie einen nachhaltigen Schutzraum auf. Wir schauen, ob sie eine Wiedergutmachung braucht/wünscht, und was sie für die Wiedergutmachung/Heilung braucht.

Manchmal geht es uns aber nicht primär um Wiedergutmachung gegenüber geschädigten Personen, sondern um Menschen dahin zu führen, Regeln wahrzunehmen, anzunehmen und sich an ihnen zu orientieren. Etwa indem wir die Verhaltensregeln in der Schulgemeinschaft einüben, für die wir pädagogische Begleitpersonen als Garant*innen einstehen.

 

Entschuldigung

Wenn Wiedergutmachung organisiert ist, die Konfliktparteien sich wieder „vertragen“ – also einen Vertrag des Umgangs miteinander vereinbaren – dann kann eine Geste der Entschuldigung stattfinden.

Was braucht die geschädigte Person dazu? Oft das Aussprechen der Entschuldigung: „Ich bitte dich um Entschuldigung“. „Ja, ich nehme die Entschuldigung an“.

 

Ideenpool Maßnahmen

Wenn wir einen reichhaltigen Pool an Ideen haben, können wir in der Wahl der Maßnahmen variieren und evaluieren, was wann wie funktioniert…

  • Geh für 5 Minuten auf den Nachdenkplatz (wo ist der Nachdenkplatz? Wo die Schüler*in sich ganz in die Einzelarbeit vertiefen kann, möglichst reizreduziert, ohne Ablenkungen?), lies dir die Regel gut durch.

      • Überlege dir, wo dein Verhalten mit dieser Regel in Konflikt geraten ist;
      • Überlege dir, was dir dabei helfen kann, dein Verhalten an dieser Regel zu orientieren;
      • Erklär mir in der Nachbesprechung, was du versuchen wirst, um dieses Sozialziel schrittweise zu erreichen;
      • Nimm dir X Minuten Zeit und schreibe einen
    Vorsatz-Brief
        :
    Das kann ich tun, um die Regel einzuüben
      .
      • Variante: der Brief wird dann gemeinsam nachbesprochen
      • Variante: der Brief wird dann auch benotet / bewertet
      • Variante: aus dem Brief formulieren wir einen Vertrag: Mein Vorsatz für die kommenden Tage/Wochen. Da braucht es natürlich einen Kontrolltermin
      • Variante: Besprich den Brief zu Hause auch mit deinen Eltern/Erziehungsberechtigten und erkläre, was du dir in der kommenden Woche für Ziele gesetzt hast
  • Zeichne ein Bild mit dem Titel: Was ich versuchen kann, um diese Regel besser einzuhalten.
    • Variante: das Bild wird dann gemeinsam nachbesprochen
    • Variante: aus dem Bild formulieren wir dann einen Vertrag: Mein Vorsatz für die kommenden Tage/Wochen. Da braucht es natürlich einen Kontrolltermin
    • Variante: Besprich das Bild zu Hause auch mit deinen Eltern/Erziehungsberechtigten und erkläre, was du dir in der kommenden Woche für Ziele gesetzt hast

style="margin-left: 90px;" /><em> </em><strong>Zur Wiedergutmachung</strong></p> <ul> <li>Schreibe der verletzten Person einen <strong>Entschuldigungsbrief </strong>und darin auch die Vorsätze für die Zukunft;</li> <li>Mache der verletzten Person ein <strong>Geschenk </strong>als Beigabe zur Anfrage um Entschuldigung; Was könnte als passendes Symbol zur Wiedergutmachung funktionieren?</li> <li><strong>Durch dein Verhalten wurde etwas zerstört: Ersetze den Gegenstand und erfrage bei den geschädigten Personen was es sonst noch braucht zur Wiedergutmachung;</strong></li> <li><strong>Durch dein Verhalten wurde etwas schmutzig gemacht: Zur Wiedergutmachung machst Du eine Reinigungs-Arbeit und erfrage bei den geschädigten Personen was es sonst noch braucht zur Wiedergutmachung;</strong></li> </ul> <p style="margin-left: 90px;">... "o be continued ...;)</p> <p style="margin-left: 90px;">&nbs";</p> <p style="margin-left: 90px;">&nbs";</p>""

Weihnachten, Gerechtigkeit und Solidarität

So ein Weihnachtsfest wünsche ich mir auch heuer wieder und für so ein Weihnachten will ich „arbeiten“:

Zusammensein mit Menschen, die sich vereinen im Gedanken daran, dass wir eine Menschheit sind, und uns ganz konkret und über Grenzen hinweg verbünden müssen gegen ein System das Mauern baut, spaltet, entzweit, kränkt, ertränkt, einsperrt, kriminalisiert, bombt, diskriminiert, verdinglicht, entseelt, entmenschlicht, alles auf Nummern und Zahlen runterbricht … auch alle menschlichen Werte … und den Geschichten ihre Wahrheit (ihr Herz, ihren Sinn, ihre Tiefe) stiehlt.

Weihnachten: Wir wollen ein Fest der Harmonie feiern, der innigen Freude und der Menschlichkeit. Ein Licht ist uns geboren im Jesu-Kind. 

Zugleich kann nichts (nichts als Herzens-Blindheit) über die Tatsache hinweg täuschen, dass Maria heute wie damals Maria = Marjam = Maryama ist. Maryama ist in vieler Hinsicht auch Amina, Fatoumata, Ghazal, Parveen, Precious, Blessing und Radhia… Heute ist sie eine geflüchtete Frau, die in Südtirol als „fuori quota“ kaum Zugang zu Notschlafstellen bekommt. Ihr Kind wird am äußersten Rand unserer Gesellschaft geboren, von Geburt weg als „Ausländer*in“ gesehen, behandelt, bezeichnet, verhandelt. So wird dieses Kind aufwachsen, dessen Licht als Geschenk für die Welt gedacht ist. Es wird einige Jahre lang teilweise noch exotisiert werden … spätestens mit 14 oder 15 Jahren wird sie*er kriminalisiert.

Die Weihnachtsgeschichte ist eine wahre Geschichte, finde ich, so wie die ganze Lebensgeschichte des Propheten der Liebe eine Wahrheitsgeschichte ist. Eine Liebesgeschichte und eine Mobbinggeschichte. In Liebe geboren, Liebe gelebt, Liebe verkündet und dafür gemobbt und letztlich ermordet. Vom Mob. Vom rassistischen_klassistischen Mob und allen, die viel zu lange nichts dagegen getan haben.

Ich glaube nicht, dass diese Geschichte dazu gelebt und erzählt und geschrieben wurde, damit wir sie in Realität immer wieder gleich wiederholen. Ich glaube Gewalt-Geschichten sollen erzählt werden, damit wir sie in der Realität nicht mehr wiederholen! Als Warnungen und Mahnmale. Die Geschichte des Propheten der Liebe, von Anfang bis Ende, verkörpert unsere Verantwortung in Bezug auf Mobbing-Dynamiken heute. Ich glaube die Wahrheit dieser Geschichte liest sich nur mit Herz, Verstand und Zivilcourage.

Daran denke ich wenn jetzt wieder die Geburt Jesu zelebriert wird.

Ich bedanke mich bei allen, die falsche Komfortzonen verlassen (falsche Komfortzonen die sich gerne in den Vorwand der "Tradition" hüllen) um das Weihnachtsfest als Fest der Liebe aber auch der Zivilcourage, des Antirassismus und der Verteidigung der Menschenrechte aller Menschen zu zelebrieren und diese Energie dann mitzunehmen in das Neue Jahr, um daraus Haltung und Handlungen zu entwickeln, im Privaten, in der Arbeit, überall.

Frohe Feiertage und ein starkes, kraftvolles Jahr 2019 im Zeichen der Liebe, der Gerechtigkeit und des couragierten Einsatzes zur Verteidigung der Würde und universalen Rechte aller Menschen!

Ivo Passler
Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais

Schulsozialpädagogik 2018 2019

Werte Lehrpersonen und pädagogische Mitarbeiter*innen,

werte Eltern und Erziehungsberechtige
 
Mein Name ist Ivo Passler. Seit fünf Schuljahren bin ich am SSP Meran Obermais als Schulsozialpädagoge tätig, heuer wieder mit einem Arbeitseinsatz von 33 Wochenstunden. Ich bin ausgebildeter Sozialpädagoge und Kulturanthropologe, mit Schwerpunkten meiner Weiterbildung besonders in den Bereichen Beratung/Coaching und Diversität / Mobbing / Antidiskriminierung (hierzu leite ich auch Seminare in der Erwachsenenbildung).
 
Im Zentrum meiner Arbeit steht das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen im Kontext Schule.
 
Schulsozialarbeit ist gemeinsame Verantwortung aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten! Jede und jeder von uns leistet Beiträge dazu und trägt besondere Verantwortungen. Mein Beitrag als Schulsozialpädagoge ist ein begleitender, verstärkender, potenzierender. Ich bin somit eine zusätzliche schulinterne Ressource zur Gestaltung der Schulsozialarbeit.
 
Auf Anfrage und in Kooperation mit den Lehrpersonen begleite und gestalte ichPräventionsarbeit, zu den Themen, welche die Rahmenrichtlinien benennen unter dem Kapitel „LIG - Leben in Gemeinschaft“. Auch mit dem Elternrat setze ich Initiativen um, etwa im Rahmen der Elternfortbildungen. In den Rahmenrichtlinien betreffen besonders die Teilbereiche „emotionale Bildung“ und „politische Bildung“ die Schulsozialarbeit. Diese Kompetenzbereiche sind fächerübergreifend zu vermitteln.
 
Die detaillierten Kompetenz-Bereiche liste ich hier nicht auf, weil ich es wesentlich finde, dass wir alle die Rahmenrichtlinien selbst kennen lernen und uns dafür auch wirklich Zeit nehmen. Nicht nur als professionelle Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch als Eltern und Erziehungsverpflichtete. Die „Rahmenrichtlinien der Schulen Südtirols“ - einfach googeln. Immerhin sind hier die pädagogischen und ethischen Leitbilder gesetzlich verankert, nach denen sich unsere Schulen richten müssen, und auch die Kompetenzen, die unsere Kinder und Jugendlichen an der Schule vermittelt bekommen sollen. Zumindest muss jede Schule sich konkret darum bemühen, und der Bereich LIG darf nicht zu kurz kommen! Denn eins ist klar: das ganzheitliche Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen ist zentral für die positive Entwicklung der Persönlichkeit, des Charakters, des Selbstbewusstseins, des fach-inhaltlichen Lernens...
 
Ich begleite auch Schülerinnen und Schüler in besonderen Lebenslagen. Etwa bei emotionellen Belastungen, in Problemzeiten, bei Krisen. Ich biete mich als Vertrauensperson an, für Beratungsgespräche und Coaching. Oft ergibt sich bei Einzelbegleitung Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren (Eltern/Erziehungsberechtigte, diverse professionelle Figuren der Schule, Sozialdienste, psychologische Dienste, Jugendarbeit…). Dann ist es äußerst wichtig, die Netzwerkarbeit gut zu koordinieren.
 
Zudem begleite ich Konfliktarbeit. Konflikte werden oft als negativ verworfen, oft auch lange verdrängt und kleingeredet – und ihr könnt euch vorstellen, dass sie sich dadurch sehr oft nicht verflüchtigen, sondern gären und schwelen. Zu selten werden Konflikte als das gesehen, was sie sind: der Motor von Entwicklung. Wenn wir die richtigen Methoden finden und umsetzen, können wir Konflikte für unsere Entwicklung nutzbar machen.
 
Unsere Gesellschaft entwickelt, im Kontext des kapitalistischen Konkurrenz- und Ausbeutungssystems, immer stärkere Mobbing-Dynamiken. Hemmschwellen zur Gewalt sinken nicht nur in Online-Foren. Formen wir als Schule eine starke Wertegemeinschaft, die aktiv gegen Diskriminierungen (Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus…) und alle Mobbingdynamiken vorgeht! Mit ganzheitlicher, humanistisch orientierter Bildung, und mit Zivilcourage.
 
Auch Konfliktthemen, die nicht direkt an der Schule verankert sind, aber das Wohlbefinden beeinflussen, wirken auf die Schule zurück! Also ich bin in erster Instanz für alle Themen ansprechbar.
 
Gerne könnt ihr mich für Erstgespräche und darüber hinaus für Planungen gemeinsamer Vorhaben kontaktieren.
 
Unsere Schülerinnen und Schüler können sich direkt bei mir melden, aber auch ihre Eltern/Erziehungsberechtigen, und natürlich auch alle Lehrpersonen für Besprechungen, Planungen, Beratungen.
 
Ich begleite die Schulsozialarbeit für den gesamten Schulsprengel Meran Obermais, und komme gerne auch an alle Außenstellen. An der Grundschule Meran Obermais, gleich neben der Aula Magna, nutze ich ein eigenes Büro.
 
Ich freue mich, wenn ich in meiner Rolle als Schulsozialpädagoge als Ressource wahr genommen werde.
 
Guten Start ins neue Schuljahr!
 

(NB - auf der Startseite der Webseite finden sie den Bereich Schulsozialpädagogik mit weiteren Inhalten. Falls Sie ein spezielles Thema vertiefen wollen können Sie sich gerne bei mir melden)

Ivo Passler
 
Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
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Tel 331 3153103
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Gleichstellung von Frauen und Männern: neue Impulse für den Aktionplan der Gemeinde Meran

Anfang Juni fand an der Gemeinde Meran eine "Fokusgruppe" zur Entwicklung des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024  statt. Als Schulsozialpädagoge habe ich den SSP Meran Obermais vertreten, und werde mich womöglich auch bei den weiteren Entwicklungen beteiligen.

Der Fokus liegt aus meiner Perspektive dabei natürlich auf die Förderung von Chancengleichheit unter unseren Kindern und Jugendlichen. Diskriminierungen jeglicher Form müssen in unseren Lern- und Lebensräumen abgebaut und aufgelöst werden.

Hier der entsprechende Artikel von der Webseite der Gemeinde. 

http://www.comune.merano.bz.it/de/Gleichstellung_von_Frauen_und_Maennern_neue_Impulse_fuer_den_Aktionplan

Gleichstellung von Frauen und Männern: neue Impulse für den Aktionplan

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Von links sitzend: Sabine Gruber, Elisabeth Wittmer und Ivo Passler. Von links stehend: Stephanie Rainer, Katrin Kuppelwieser, Michael Bockhorni, Laura Borgatello und Evelyn Matscher.

Kürzlich fand im Meraner Rathaus die Sitzung der zweiten von insgesamt sieben Fokusgruppen statt, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024 beschäftigen.

Die insgesamt sieben Fokusgruppen sollen vorab die Wirksamkeit und Schlagkraft der Aktionen des Planes 2013–2017 analysieren, um dann die Weichen für die Festlegung der erforderlichen Zielsetzungen und Aktionen des neuen Planes zu stellen.

Kürzlich fand im Rathaus die Sitzung der zweiten Fokusgruppe statt. Daran teilgenommen haben die Leiterin der Abteilung für Bildung, Kultur und Sozialwesen Barbara Nesticò, die Funktionärinnen des Referates für Chancengleichheit Sarah Freimuth und Claudia Tomio sowie die VertreterInnen der Sozialgenossenschaft der Tagesmütter, der Familienberatungsstelle Lilith, des Vereins Väter aktiv, des Kinderhortes Maddalena di Canossa, des Pädagogisches Beratungszentrums Meran, der Genossenschaft Casabimbo, des Kinderhortes Yosiag und des Schulsprengels Meran Obermais.

Die Stadtgemeinde Meran hat als erste Südtiroler Gemeinde im November 2009 die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene unterzeichnet. Sie hat sich somit formell zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern und zu den damit verbundenen Verpflichtungen bereit erklärt. Zur Umsetzung dieses Grundsatzes sieht die Europäische Charta die Erarbeitung eines Gleichstellungs-Aktionsplans vor, der konkrete Maßnahmen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in vielen Bereichen des Stadtlebens beinhalten soll.

"Nach einer Vorbereitungs- und Bearbeitungsphase auf starker partizipativen Grundlage, an der viele repräsentative Institutionen und Vereine beteiligt waren, wurde im März 2013 der Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2013–2017 genehmigt. Dieser erste Aktionsplan ist nun abgelaufen. Nun soll ein zweiter Aktionsplan 2019-2024 folgen, für dessen Erarbeitung das Referat für Chancengleichheit der Stadtgemeinde Meran genauso wie beim ersten vorgehen und die äußerst positive Erfahrung der Partizipation wiederholen will", erklärte Stadträtin Gabriela Strohmer.

"Deshalb wurden wieder alle wichtigen Interessengruppen und Vereine involviert. Dazu wurden wieder thematische Fokusgruppen gebildet, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des künftigen Planes beschäftigen sollen." Die Sitzungen der weiteren Fokusgruppen sind ab Ende August geplant.