Schulsozialpädagogik 2018 2019

Werte Lehrpersonen und pädagogische Mitarbeiter*innen,

werte Eltern und Erziehungsberechtige
 
Mein Name ist Ivo Passler. Seit fünf Schuljahren bin ich am SSP Meran Obermais als Schulsozialpädagoge tätig, heuer wieder mit einem Arbeitseinsatz von 33 Wochenstunden. Ich bin ausgebildeter Sozialpädagoge und Kulturanthropologe, mit Schwerpunkten meiner Weiterbildung besonders in den Bereichen Beratung/Coaching und Diversität / Mobbing / Antidiskriminierung (hierzu leite ich auch Seminare in der Erwachsenenbildung).
 
Im Zentrum meiner Arbeit steht das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen im Kontext Schule.
 
Schulsozialarbeit ist gemeinsame Verantwortung aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten! Jede und jeder von uns leistet Beiträge dazu und trägt besondere Verantwortungen. Mein Beitrag als Schulsozialpädagoge ist ein begleitender, verstärkender, potenzierender. Ich bin somit eine zusätzliche schulinterne Ressource zur Gestaltung der Schulsozialarbeit.
 
Auf Anfrage und in Kooperation mit den Lehrpersonen begleite und gestalte ichPräventionsarbeit, zu den Themen, welche die Rahmenrichtlinien benennen unter dem Kapitel „LIG - Leben in Gemeinschaft“. Auch mit dem Elternrat setze ich Initiativen um, etwa im Rahmen der Elternfortbildungen. In den Rahmenrichtlinien betreffen besonders die Teilbereiche „emotionale Bildung“ und „politische Bildung“ die Schulsozialarbeit. Diese Kompetenzbereiche sind fächerübergreifend zu vermitteln.
 
Die detaillierten Kompetenz-Bereiche liste ich hier nicht auf, weil ich es wesentlich finde, dass wir alle die Rahmenrichtlinien selbst kennen lernen und uns dafür auch wirklich Zeit nehmen. Nicht nur als professionelle Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch als Eltern und Erziehungsverpflichtete. Die „Rahmenrichtlinien der Schulen Südtirols“ - einfach googeln. Immerhin sind hier die pädagogischen und ethischen Leitbilder gesetzlich verankert, nach denen sich unsere Schulen richten müssen, und auch die Kompetenzen, die unsere Kinder und Jugendlichen an der Schule vermittelt bekommen sollen. Zumindest muss jede Schule sich konkret darum bemühen, und der Bereich LIG darf nicht zu kurz kommen! Denn eins ist klar: das ganzheitliche Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen ist zentral für die positive Entwicklung der Persönlichkeit, des Charakters, des Selbstbewusstseins, des fach-inhaltlichen Lernens...
 
Ich begleite auch Schülerinnen und Schüler in besonderen Lebenslagen. Etwa bei emotionellen Belastungen, in Problemzeiten, bei Krisen. Ich biete mich als Vertrauensperson an, für Beratungsgespräche und Coaching. Oft ergibt sich bei Einzelbegleitung Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren (Eltern/Erziehungsberechtigte, diverse professionelle Figuren der Schule, Sozialdienste, psychologische Dienste, Jugendarbeit…). Dann ist es äußerst wichtig, die Netzwerkarbeit gut zu koordinieren.
 
Zudem begleite ich Konfliktarbeit. Konflikte werden oft als negativ verworfen, oft auch lange verdrängt und kleingeredet – und ihr könnt euch vorstellen, dass sie sich dadurch sehr oft nicht verflüchtigen, sondern gären und schwelen. Zu selten werden Konflikte als das gesehen, was sie sind: der Motor von Entwicklung. Wenn wir die richtigen Methoden finden und umsetzen, können wir Konflikte für unsere Entwicklung nutzbar machen.
 
Unsere Gesellschaft entwickelt, im Kontext des kapitalistischen Konkurrenz- und Ausbeutungssystems, immer stärkere Mobbing-Dynamiken. Hemmschwellen zur Gewalt sinken nicht nur in Online-Foren. Formen wir als Schule eine starke Wertegemeinschaft, die aktiv gegen Diskriminierungen (Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus…) und alle Mobbingdynamiken vorgeht! Mit ganzheitlicher, humanistisch orientierter Bildung, und mit Zivilcourage.
 
Auch Konfliktthemen, die nicht direkt an der Schule verankert sind, aber das Wohlbefinden beeinflussen, wirken auf die Schule zurück! Also ich bin in erster Instanz für alle Themen ansprechbar.
 
Gerne könnt ihr mich für Erstgespräche und darüber hinaus für Planungen gemeinsamer Vorhaben kontaktieren.
 
Unsere Schülerinnen und Schüler können sich direkt bei mir melden, aber auch ihre Eltern/Erziehungsberechtigen, und natürlich auch alle Lehrpersonen für Besprechungen, Planungen, Beratungen.
 
Ich begleite die Schulsozialarbeit für den gesamten Schulsprengel Meran Obermais, und komme gerne auch an alle Außenstellen. An der Grundschule Meran Obermais, gleich neben der Aula Magna, nutze ich ein eigenes Büro.
 
Ich freue mich, wenn ich in meiner Rolle als Schulsozialpädagoge als Ressource wahr genommen werde.
 
Guten Start ins neue Schuljahr!
 

(NB - auf der Startseite der Webseite finden sie den Bereich Schulsozialpädagogik mit weiteren Inhalten. Falls Sie ein spezielles Thema vertiefen wollen können Sie sich gerne bei mir melden)

Ivo Passler
 
Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
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Tel 331 3153103
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Gleichstellung von Frauen und Männern: neue Impulse für den Aktionplan der Gemeinde Meran

Anfang Juni fand an der Gemeinde Meran eine "Fokusgruppe" zur Entwicklung des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024  statt. Als Schulsozialpädagoge habe ich den SSP Meran Obermais vertreten, und werde mich womöglich auch bei den weiteren Entwicklungen beteiligen.

Der Fokus liegt aus meiner Perspektive dabei natürlich auf die Förderung von Chancengleichheit unter unseren Kindern und Jugendlichen. Diskriminierungen jeglicher Form müssen in unseren Lern- und Lebensräumen abgebaut und aufgelöst werden.

Hier der entsprechende Artikel von der Webseite der Gemeinde. 

http://www.comune.merano.bz.it/de/Gleichstellung_von_Frauen_und_Maennern_neue_Impulse_fuer_den_Aktionplan

Gleichstellung von Frauen und Männern: neue Impulse für den Aktionplan

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Von links sitzend: Sabine Gruber, Elisabeth Wittmer und Ivo Passler. Von links stehend: Stephanie Rainer, Katrin Kuppelwieser, Michael Bockhorni, Laura Borgatello und Evelyn Matscher.

Kürzlich fand im Meraner Rathaus die Sitzung der zweiten von insgesamt sieben Fokusgruppen statt, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des neuen Aktionsplanes für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2019-2024 beschäftigen.

Die insgesamt sieben Fokusgruppen sollen vorab die Wirksamkeit und Schlagkraft der Aktionen des Planes 2013–2017 analysieren, um dann die Weichen für die Festlegung der erforderlichen Zielsetzungen und Aktionen des neuen Planes zu stellen.

Kürzlich fand im Rathaus die Sitzung der zweiten Fokusgruppe statt. Daran teilgenommen haben die Leiterin der Abteilung für Bildung, Kultur und Sozialwesen Barbara Nesticò, die Funktionärinnen des Referates für Chancengleichheit Sarah Freimuth und Claudia Tomio sowie die VertreterInnen der Sozialgenossenschaft der Tagesmütter, der Familienberatungsstelle Lilith, des Vereins Väter aktiv, des Kinderhortes Maddalena di Canossa, des Pädagogisches Beratungszentrums Meran, der Genossenschaft Casabimbo, des Kinderhortes Yosiag und des Schulsprengels Meran Obermais.

Die Stadtgemeinde Meran hat als erste Südtiroler Gemeinde im November 2009 die Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene unterzeichnet. Sie hat sich somit formell zum Grundsatz der Gleichstellung von Frauen und Männern und zu den damit verbundenen Verpflichtungen bereit erklärt. Zur Umsetzung dieses Grundsatzes sieht die Europäische Charta die Erarbeitung eines Gleichstellungs-Aktionsplans vor, der konkrete Maßnahmen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in vielen Bereichen des Stadtlebens beinhalten soll.

"Nach einer Vorbereitungs- und Bearbeitungsphase auf starker partizipativen Grundlage, an der viele repräsentative Institutionen und Vereine beteiligt waren, wurde im März 2013 der Aktionsplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern 2013–2017 genehmigt. Dieser erste Aktionsplan ist nun abgelaufen. Nun soll ein zweiter Aktionsplan 2019-2024 folgen, für dessen Erarbeitung das Referat für Chancengleichheit der Stadtgemeinde Meran genauso wie beim ersten vorgehen und die äußerst positive Erfahrung der Partizipation wiederholen will", erklärte Stadträtin Gabriela Strohmer.

"Deshalb wurden wieder alle wichtigen Interessengruppen und Vereine involviert. Dazu wurden wieder thematische Fokusgruppen gebildet, die sich mit den verschiedenen Interventionsbereichen des künftigen Planes beschäftigen sollen." Die Sitzungen der weiteren Fokusgruppen sind ab Ende August geplant.

Arbeitsfelder Schulsozialpädagogik

Gerne stelle ich hier dar, in welchen Bereichen ich mich als Schulsozialpädagoge am SSP Meran Obermais einbringen kann und wie.

Inhaltsverzeichnis

Meine Haupteinsatzfelder. 2

So werde ich kontaktiert. 2

Zum Beispiel Präventionsprojekte. 3

Ist-Zustand evaluieren und Maßnahmen ableiten. 4

Gruppendynamik. Mobbingprävention und Intervention. 5

Ich freu mich immer auf konstruktive Zusammenarbeit!. 6


 

 

Meine Haupteinsatzfelder

-        Präventionsprojekte mit Klassen: Suchtprävention, Gewaltprävention, Unterrichtseinheiten zu Klasse stärken, Persönlichkeit, soziale und emotionale Kompetenzen stärken

-        Einzelbegleitung von Schüler_innen in Konfliktsituationen (auch längerfristig)

-        Konfliktmediation zwischen Schüler_innen

-        Beratung mit Schüler_innen bei Konfliktsituationen in Gruppen (Klassen, Kleingruppen) oder zur Abklärung von Lehrperson-Schüler_in-Konflikten. Planung von Maßnahmen, eventuell gemeinsame Umsetzung der Maßnahmen

-        Beratung mit Lehrpersonen bei Konfliktsituationen in Gruppen (Klassen, Kleingruppen) oder zur Abklärung von Lehrperson-Schüler_in-Konflikten. Planung von Maßnahmen, eventuell gemeinsame Umsetzung der Maßnahmen

-        Beratung mit Eltern auch bei außerschulischen Konfliktsituationen, die ja oft auch in die Schule wirken. Planung von Maßnahmen, eventuell gemeinsame Umsetzung der Maßnahmen. Eventuell Vermittlung an das Pädagogische Beratungszentrum.

-        Klassenübergreifende Projekte und Programme: Aufbau Streitschlichtung; WPF „spielerisch zum starken Ich“; Pausengestaltung

-        Planung und Durchführung von Fortbildungen: Elternfortbildungen, FB für die AG Inklusion

-          Zusammenarbeit mit außerschulischen Diensten. Netzwerkarbeit. Eventuell auch Vermittlung an außerschulische Dienste wie Jugendarbeit, psychologische Dienste, Familienberatungsstellen, Sozialsprengel…

So werde ich kontaktiert

Tel Nr 331 3153103               Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

-          Lehrpersonen kontaktieren mich um Projektunterricht zu planen oder für Fallbesprechungen

-          Schüler_innen kontaktieren mich um Projektunterricht zu planen oder für Fallbesprechungen

-          Eltern kontaktieren mich für Fallbesprechungen

Besprechungen und Beratung erfolgen immer unter

Garantie der Privacy !!


Zum Beispiel Präventionsprojekte

Die Präventionsprojekte fallen fast immer in die Kompetenzfelder, die in den Rahmenrichtlinien unter den fächerübergreifenden Bereichen „emotionale Bildung“ und „politische Bildung“ zusammengefasst sind.
Unter anderem zu diesen Themen habe ich – in Absprache mit den Lehrpersonen – bislang Unterrichtseinheiten gestaltet (die Liste kann sich gerne erweitern. Gerne arbeite ich mich auch in neue Themen ein, wenn ich mich dazu inhaltlich imstande fühle…)

Thema Methoden

Klassengemeinschaft stärken

-          Kooperative Übungen + Reflexionen: Bewegungsübungen zu Zweit oder in der Gruppe. Theaterübungen. Skulpturarbeit. Indoor und auch Outdoor

-          Evaluation des IST-Standes mit der Gesamtklasse + Erarbeitung von Änderungsansätzen in Einzelarbeit + Evaluation

-          Evaluation des IST-Standes mit Kleingruppen (Teilklasse) + Erarbeitung von Änderungsansätzen in Einzelarbeit + Evaluation

-          Meine Stärken, Deine Stärken: positives Feedback üben

-          Mobbingprävention / Zivilcourage: Teamorientierter Unterricht. Was ist Mobbing? Wie funktioniert Mobbing? Was können wir dagegen tun? Wie stärken wir Zivilcourage?

Selbstbewusstsein stärken

-          Mein Krafttier: Malen + Reflexionen

-          Biografiearbeit: Meine Stärken: Meine Familie. Meine Geschichte. Meine Lieblingsorte…

Meine Grenzen

NEIN! Sagen

Verteidigung IST NICHT GLEICH Angriff

Geschlechterrollen reflektieren

-          Kooperative Übungen + Reflexionen

-          Auch getrennt in Mädchen- und Jungengruppen, gendersensibel in Zusammenarbeit mit weiblichen Kolleginnen (Teamarbeit mit Schulsozialpädagoginnen aus anderen Schulsprengeln)

Suchtprävention

Gewaltprävention

Mobbingprävention

-          Projektunterricht mit Methoden aus der Teamorientierten Unterrichtsgestaltung ToU


Menschen auf der Flucht

Krieg & Frieden

-          Projektunterricht mit Methoden aus der Teamorientierten Unterrichtsgestaltung ToU

Ist-Zustand evaluieren und Maßnahmen ableiten

Ich finde es richtig und wichtig, in sinnvollen Abständen den Ist-Zustand unserer Schüler_innen zu evaluieren in Bezug auf Fragestellungen, die den Bereich des Wohlbefindens betreffen:

Wie geht es mir in der Schule? Was läuft gut? Was sollte sich bessern?

Wie geht es unserer Klassengemeinschaft? Was läuft gut? Was sollte sich bessern?

Es kann sinnvoll sein Evaluationen durchzuführen, nachdem sich Schüler_innen bereits in der Schulgemeinschaft/Klassengemeinschaft eingelassen haben… und nicht erst ganz am Ende des Schuljahres, da dann ja keine Änderungsansätze für das jeweilige Jahr mehr zu erarbeiten sind (höchstens Schlussevaluation als Rückmeldung für die LP).

Also günstige Momente:     Oktober-November    u/o     März-April

Um solche Evaluationen durchzuführen gibt es natürlich viele verschiedene Methoden. In diesen Jahren habe ich einige Formate zum Einsatz gebracht, mit denen ich gerne arbeite:

Gruppe Methode

Klassenevaluation

1 Stunde Evaluation und Projektentwicklung

eventuell 1 Stunde Kontrolle:

Was hat sich geändert? Was ist noch offen? Wie geht es weiter?

-          Absprachen mit Lehrpersonen

-          Abfragen des Ist-Zustandes in der Gesamtklasse. Schriftlich, anonym, Einzelarbeit.

-          Erarbeiten von persönlichen Ansätzen für Änderungen: Mein Projekt = Was will ich wie wann wo probieren?

-          Einsammeln der Resultate, Auswertung der Schwerpunkte. Nachbesprechung mit der Klasse.

-          Feedback an die Lehrpersonen

Kleingruppenevaluation

1 Stunde Kleingruppenarbeit

Eventuell 1 Stunde Kontrolle: Was hat sich geändert? Was ist noch offen? Wie geht es weiter?

-            3 bis 6 Schüler_innen

-            Aufstellungsarbeit mit Flipchart: die Klasse wird grafisch dargestellt (durch 1 Schüler_in)

-            Zuerst ohne Namen aufzuschreiben

-            Danach mehrere Runden der Kleingruppen-Reflexion:

Wäs fällt uns in der Grafik auf? Welche Konstellationen erkennen wir? Wo sind Kraftpunkte? Wer hält die Gruppe nach außen hin / nach innen hin?

-            Danach mehrere Runden der Experimentation:

Wie würde ich mich gerne neu positionieren? Was würde ich gerne mal probieren? Wie ändert sich dadurch die Konstellation? Was sind Risiken/Chancen? Was davon will ich in die Wirklichkeit umsetzen und wie?

Einzelevaluation

1 Stunde Evaluation und Projektentwicklung

Eventuell 1 Stunde Kontrolle: Was hat sich geändert? Was ist noch offen? Wie geht es weiter?

Methodisch wie bei Klassenevaluation

auch zu spezifischen Themenfelder:

Wie läuft es

-          Daheim

-          In der Schule

-          In der Freizeit

Nach Absprache mit den Schüler_innen:
Rückmeldungen an LP u/o Eltern

Gruppendynamik. Mobbingprävention und Intervention

In der Gruppen entfalten sich IMMER Dynamiken. Die Leitungspersonen (Lehrpersonen) haben bedeutenden Einfluss auf die Gruppendynamik.

Es ist wichtig, Dynamiken in der Gruppe zu reflektieren, um Ausschluss und Mobbing zu vermeiden. Bei der Reflexion sind verschiedene Perspektiven einzuholen, weil jede_r von uns blinde Flecken hat (siehe Evaluations-Methoden…).

Präventiv in Bezug auf Ausschluss/Mobbing wirkt

-          Kooperatives Arbeiten, wobei der Grundsatz „Wir sind eine Arbeitsgemeinschaft, und lernen mit ALLEN Klassenkamerad_innen freundlich zu arbeiten, egal ob wir außerhalb der Klasse befreundet sind oder nicht“ konsequent eingefordert wird (durch die LP)

-          Klare, transparente Regeln, die auch konsequent durchgesetzt werden (durch die LP)

-          Reflexionen/Evaluationen zur Klassendynamik

Mobbing kann besonders entstehen wenn

-          Keine Regelsicherheit herrscht bzw. Regeln nicht konsequent durchgesetzt werden (keine pädagogisch sinnvollen Maßnahmen bei Schwierigkeiten in der Orientierung an den Gemeinschaftsregeln)

-          Die Gruppe sehr starr gehalten wird (wenig Wechsel in der Konstellation, kaum wechselnde Kleingruppenarbeiten, wenig Partizipation …)

-          Das Leitungsteam (LP-Team; auch Sozialpädagoge + LP) in sich nicht stimmig ist, und sich dadurch große Lücken und große blinde Flecken ergeben

Wichtige Grundsätze bei Mobbing-Intervention

-          Teamarbeit! ALLIANZEN GEGEN GEWALT bilden! KEINE Einzelaktionen ohne Absprachen. Rollen und Verantwortungen gut klären. Koordinations-Person ernennen (bei jemandem müssen die Fäden zusammenlaufen, damit nicht Parallel-Interventionen starten oder Querschüsse und Seitenhiebe passieren…)

-          Alle Schritte mit den Betroffenen abklären. KEINE Interventionen ohne Einverständnis der Betroffenen

-          Genaue Beobachtungen anstellen; Notizen machen zu Täter_innen- und Opferverhalten; Abgleichen im Team

-          Im Team die Diskussion über Mobbing und Gewalt anregen. Schüler_innen-Verhalten analysieren. Wie wird diskriminieret? (Mobbing basiert ja vielfach auch auf MIKRO-Aggressionen, Sticheleien, kleinen aber konstanten Abwertungen…)

-          Zusammenarbeit mit Eltern genau planen (siehe oben: Koordination!)

-          Methoden der Intervention genau wählen: Konfrontative Gespräche mit den Tätern? (siehe FARSTA-Methode). Involvieren von Kleingruppe oder Gesamtklasse (siehe NO BLAME APPROACH)? Einlesen, z.B. die BERLINER ANTI MOBBING FIBEL (online als PDF)

-          Jedenfalls DRANBLEIBEN. Das Auflösen von hartnäckigen Mobbing-Fällen kann solange dauern, wie die verhärtete Dynamik sich schon gehalten hat… Aber vom RESIGNIEREN und NICHTS-TUN wird sich Mobbing sicher NICHT lösen. Also dranbleiben und an der FRIEDENSKULTUR arbeiten

-          Als Nachbereitung jedenfalls die FRIEDENSKULTUR und konstruktive Konfliktkultur der Klasse/Schulgemeinschaft wieder neu ins Zentrum der Aufmerksamkeit richten

Ich freu mich immer auf konstruktive Zusammenarbeit!

Tel Nr 331 3153103               Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Besprechungen und Beratung erfolgen immer unter

Garantie der Privacy !!

Weihnachtsbrief Schulsozialpädagogik

Weihnachten riecht so

Die Tage werden wieder länger. Ein Licht ist uns geboren.

Wunderfeine Feiertage wünsche ich Euch und Uns allen: wirkliches Krafttanken und innige Besinnung,
aus der dann Hoffnung und Freude auftauchen und wachsen kann.

Mit freundlichen Grüßen freue ich mich auf jede konstruktive Zusammenarbeit auch im Neuen Jahr.

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge am SSP Meran Obermais

 

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Triggerwarnung: Es folgen weitere Weihnachtsgedanken ohne Beweihräucherung

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Weihnachten riecht so

Höchste Zeit, diesen Geruch in Erinnerung zu rufen

Ein Stern ist aufgegangen, ein Hoffnungsträger uns geboren.
Was ist das für eine Hoffnung,
welch ein Licht?

Die wichtigsten Themen, welche die Welt heute beschäftigen.
Die frag ich in der Klasse ab. Ihr wisst schon was dann kommt, nahezu deckungsgleich, von der 5. Klasse GS bis in die 3. Klasse MS. 1
Letzthin wurde dasselbe an der UNI BZ abgefragt, bei Erstsemestrigen der Lehrer_innen-Ausbildung. Mit denselben Antworten.

Unsere Welt steht jetzt vor sehr großen Herausforderungen. Wer übernimmt die Verantwortung für die konkrete Suche nach lebensbejahenden Antworten? Unsere Kinder sind auf der Suche - Wachsen heißt suchen, und die Fragen drängen. Wer begleitet sie dabei, wenn nicht wir als Eltern, wir als Erwachsene, wir als Pädagog_innen, als Schule?

Reden wir über uns selbst und unsere Verantwortung. Und übernehmen wir Verantwortung, denn geredet haben wir schon viel.

Immer den Schuldigen da draußen oder dort unten suchen, auf dem wir unseren gewaltigen Lebens-Frust abtrampeln können? Immer wieder einen noch Schwächeren finden, ihn kriminalisieren, als Sündenbock markieren und zur Schlachtbank begleiten... Ach ja es ist Weihnachten und noch nicht Ostern, aber der Hauptprotagonist ist geboren, und seine Story ist ein Mahnmal bezüglich struktureller Gewalt und Mobbing, von Tag1 an.

Weihnachten riecht so. Das hätten wir wohl gern anders. Wir hätten gern sofort den Geruch von Myrrhe und Weihrauch, der kam aber wenn dann erst viel später, mit dem Beweihräuchern. Riechen wir uns doch mal rein in diesen Moment, an jenen Ort in Palästina. Den Geruch des Esels und des Ochsen, draußen im Stall auf dem Feld. Die Gerüche im Stall, und dann die Entbindung, das Blut, die fehlende Amme, die fehlenden Laken, …

Lieber hätten wir da Myrrhe und Weihrauch und feine Salben. Eine Story aus Happyland2, die von vorne bis hinten leuchtet und glänzt und uns immer wärmt und beweihräuchert. Ist aber leider nicht real. Die Realität riecht anders, ungewollt ungewohnt, Anders.

Der Anderen mit Angst begegnen? Anfängliches Misstrauen OK, aber irgendwo irgendwie irgendwann müssen wir unsere Angst auch überprüfen, wirklich reflektieren und analysieren. Angst ist kein guter Berater. Angst essen Seele auf3. Wollen wir die Angst als Berater wählen? Wollen wir denjenigen folgen, die uns versprechen, man könne Angst mit Gewalt austreiben? Der Vize-Kanzler des Landes, um dessen Staatsbürgerschaft jetzt in der Vorwahlzeit in Südtirol medienwirksam gehadert wird, ließ sich 1989 noch in Sturmbekleidung und mit Maschinengewehr ablichten, als Mitglied der Viking-Jugend. Was würde Jesus wohl dazu sagen?

Aber was sollen wir denn nur tun?
Erstmal nicht mehr so tun als wüssten wir nicht was tun!
Wir alle verkörpern Privilegien. Wir können lesen. Wir haben beinahe unbeschränkten Zugang zu Wissensquellen. Wir wissen eigentlich genau welches die großen Herausforderungen unserer Welt sind, und wie gewaltig unsere Mitverantwortung ist. Wir wissen eigentlich genau was Gewalt bedeutet, und wir wissen eigentlich genau was Gewaltfreiheit, Frieden und Gerechtigkeit bedeuten. Wir wissen eigentlich sehr genau welche Quellen für unsere Menschheit und unsere Welt gesund sind (Wasserquellen, Wissensquellen, emotionale Quellen). Wir wissen dass es eigentlich nie um Trump geht, so wie es eigentlich nie um Hitler ging. Wir wissen, dass eigentlich weder Jammern noch Den-Kopf-In-Den-Sand-Stecken noch Wildes Wüten unsere Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder heilen kann, und dass es eigentlich nur Eine einzige Menschheit gibt. Wir wissen eigentlich genau wie Jesus gemeint hat was er getan hat.

Aber dieser Mann hat doch schon alles für uns vorweg-gebüßt!

Entscheiden wir selbst: Ist diese Jesu-Biografie voller struktureller Gewalt – diese Mobbing-Geschichte - für uns eine Mahngeschichte, oder ein ewiger Aufruf zur Wiederbetätigung?!

Ja, aber wenn doch die Anderen…

STOPP den faulen Ausreden!

Fangen wir an, Frieden und Gerechtigkeit zu bauen, und zwar genau dort wo Frieden und Gerechtigkeit erst entstehen können, zwischen Dir und Mir, genau auf der Grenze, der nationalen, „kulturellen“, sprachlichen, generationalen, religiös-ideologischen, gender-identitären… Grenze.

Wir könnten ja mal beginnen zu Lesen, Vorzulesen, zu Erzählen und zu Schreiben, was dem Frieden dienlich ist, und was gegen Diskriminierungen stark macht.
Z.B. sowas:


Logisch genügt Lesen nicht. Aber irgendwo müssen wir
jetzt ja endlich mal ansetzen. Fragt Jesus!

Jetzt zu Weihnachten erbitte ich die Kraft der Inspiration in der Geburtsgeschichte eines Menschenkindes der klaren Worte und Werke.
Wenn wir durch diese Geschichte eine Brücke schlagen zwischen Herz und Verstand, uns inspirieren lassen ohne Weihrauchwolken, dann sehen wir einen Menschen der die korrupten Schriftgelehrten vom Sockel wirft, der die Tempel umkrempelt, der den Ausgeschlossenen und Marginalisierten neue Kraft zuspricht und der Machtfragen offen auf den Tisch legt. Seine Botschaft ist so einfach und klar und gerade deshalb so gefährlich für alle, die um ihre Privilegien und Positionen bangen:

Stopp der Gewalt! Liebt einander und teilt gerecht, steigt aus den kranken Mustern (der Beziehungen, der Wirtschaft, der Ideologien...) aus und baut gerechte Gemeinschaften.

Wir sehen wie er für diese Haltung gehasst, kriminalisiert und geahndet wird, gemobbt und "geopfert" - uns zum Mahnmal für Zivilcourage gegen strukturelle Gewalt und Mobbing!

Mit 2 Bildern, die mich beeindrucken, wünsche ich uns allen schöne Feiertage, Kraft und
christliche Inspiration, Hoffnung, kognitive und emotionale Intelligenz und Liebe.

Auch im Neuen Jahr freue ich mich über jede starke konstruktive Zusammenarbeit mit Schüler_innen, Lehrpersonen, Verwaltung, Direktion und Eltern

 

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais


presepe1

Presepe vivente! Oh voi che cercate Maria madre di Gesù nelle chiese, nei quadri e nei racconti divini! Cercatela in un campo di profughi - è più facile che la troverete lì.

 

presepe2

Il presepe senza gli "extracomunitari". Sono stati bloccati alle frontiere europee perché clandestini. Prima gli europei.!

 

 

1Richtig : Trump – Krieg – Terrorismus – Flüchtlinge - Klimawandel

2 Zu Happyland lese das Buch Exit RACISM von Tupoka Ogette! Hier ein Kurzvideo

3 Siehe den gleichnamigen Film Angst essen Seele auf von Rainer Werner Fassbinder (1974)

Spiele und Übungen für die Gruppe – Sammlung

Über Übungen und Spiele können wir an ganz vielen wesentlichen Lebenskompetenzen lernen:

Kooperation, Geschicklichkeit, Konfliktkompetenzen, Strategiebildung…

Online finden sich viele Spiele.

  • Auf diesem Portal etwa sind viele kooperative Gruppen-Übungen für Indoor (Klasse…) und / oder Outdoor zu finden:
    www.locker-bleiben-online.de/spielesammlung
    Die Spiele sind ganz kurz erklärt, dann gibt es Links zur genauen Detailbeschreibung.
    Teilweise auch Kurzvideos zur Veranschaulichung.

  • Auf dieser Seite findest du Gruppenspiele verschiedenster Art. Also Spiele, die in einer Gruppe von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen gespielt werden können.
    Hier gibt es ausdrücklich KEINE Computerspiele oder Brettspiele - nur Gruppenspiele! Also zum Beispiel Bewegungsspiele, Kommunikationsspiele, Darstellungsspiele, Konzentrationsspiele, Denkspiele, Mannschaftsspiele, Entspannungsspiele, Geländespiele, Vertrauensspiele, Kennenlernspiele, Wettkampfspiele, Kooperationsspiele.
    www.spielefuerviele.de

  • Sehr interessant kann es auch sein, Gruppenspiele (auch BRETTSPIELE) selbst zu entwerfen. Entweder altbekannte Spiele werden selbst gebastelt. Oder neue Spiele werden entwickelt, mit eigenen Regeln und Abläufen. Das gibt manchmal sehr hohe Erfolgserlebnisse, wenn ein eigenes Spiel gespielt wird, und dann auch funktioniert! Natürlich ist dabei auf die Werte zu achten, die im Spiel vermittelt werden (Kooperation oder Konkurrenz?)
    https://de.wikihow.com/Ein-Brettspiel-selbst-machen

  • Hier ein Jugend-Youtube-Tutorial zu „Wie DESIGNE ich ein Spiel | Eigenes Brettspiel erfinden“. (Ich finde genial wie der junge Mann das gemacht hat und kommuniziert. Bilder stehlen soll logisch nicht!) www.youtube.com/watch?v=nJee5GTseFc

Spiele können in den Unterricht integriert werden. Für Zwischenpausen oder Projektunterrichtsstunden.

Und viele der Spiele sind auch für den außerschulischen Bereich toll. Etwa für Gruppenspiele bei Geburtstagsfesten, für Teambildungs-Seminare…

Gerne lasse ich mich involvieren, wenn Lehrpersonen mit ihren Klassen (bzw. Schüler_innen mit ihren Lehrpersonen) kooperative Spielestunden oder Spielprojekte durchführen wollen!

Liebe Grüße

Ivo

Ivo Passler 

Schulsozialpädagoge SSP Meran Obermais
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Mobil
:    331 315 31 03

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