Die Geschichte der Obermaiser Schulhäuser

Das älteste Schulhaus von Obermais war das Mesnerhaus unterhalb der St. Georgenkirche. Im Jahre 1763 wurde hier die Pfarrschule für die Knaben von Untermais und Obermais eröffnet. Die Eltern mussten für jedes Kind drei „Kreuzer“ pro Woche und – für die Säuberung der Schule in den Ferien – zusätzlich einen „Kreuzer“ bezahlen. Für die Heizung hatte jedes Kind eine „Krax“ voll Holz zum „Einkenten“  mitzubringen. Die Mädchen gingen bei den „Englischen Fräuleins“ am Sandplatz in die Klosterschule. Im Jahre 1905 wurde auf der gegenüberliegenden Seite der St. Georgenkirche die neue Knabenschule (das heutige Mittelschulgebäude) eingeweiht. Anfangs gingen dort nur Buben zur Schule. Erst im Jahre 1911 konnten alle Kinder (Mädchen und Buben) von Obermais dort zur Schule gehen. 
1963 wurde das Schulhaus in der Leichtergasse fertig gestellt. Es trägt den Namen des Dichters „Hermann von Gilm“. Im Herbst 2001 hat man mit dem Umbau dieser Schule begonnen. Im September 2004 sind wir wieder dort eingezogen.

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Die Grundschule Obermais ist nach dem Dichter Hermann von Gilm benannt, der für eine kurze Zeit auch in Meran lebte. Die Schule steht in der Leichtergasse und hat mehrere Zugänge. Den eigentlichen Haupteingang erreicht man über den Brunnenplatz. Das Gebäude beherbergt auch die italienische Grundschule „De Amicis“, mit der wir einige Räumlichkeiten teilen. Vor 11 Jahren erhielt das Schulhaus durch einen Um- bzw. einen Anbau sein aktuelles Gesicht. Trotzdem platzt es schon aus allen Nähten. Durch die Erweiterung des Wohnbaugebietes in Obermais gibt es immer mehr Neuzugänge. In diesem Schuljahr ist jeder Klassenzug das erste Mal mit drei Klassen zu ungefähr 20 SchülerInnen belegt. 39 LehrerInnen/Betreuerinnen in Voll- und Teilzeitaufträgen begleiten die SchülerInnen in ihrem Lernen. Im Schulhaus befindet sich auch die Direktion des gesamten Schulsprengels mit dem Sekretariat. Somit ist das Haus Anlaufstelle für viele Belange. Ein besonderes Merkmal der Schule ist nicht nur die rund gebaute Bibliothek aus Sichtbeton, sondern auch der einladende, geräumige und helle Treppenaufgang, der gleichzeitig als Tribüne für das Atrium genutzt werden kann. Da die Klassenräume klein ausgefallen sind, trifft man auch im Flur und auf den Treppen auf arbeitende SchülerInnen, die ihre Übungen in Stillarbeit, Partnerarbeit oder in Kleingruppen erledigen. Ausweichräume und Spezialräume wurden in letzter Zeit immer wieder ihrer Funktion enthoben, um den erforderlichen Klassenräumen Platz zu machen. In der Pause freuen sich die SchülerInnen besonders, wenn sie auf dem „Grünen Platz“ eingeteilt sind,  ein eingezäuntes Feld mit weichem Bodenbelag, Fußballtoren und Maschendrahtzaun. Doch auch der eigentliche Pausenhof hat durch die angebrachten Spieleinrichtungen an Attraktion dazugewonnen. Voll ausgebucht ist stets die wettkampftüchtige Sporthalle, die durch eine Trennwand in zwei kleinere Hallen abgeteilt werden kann und auch von der Mittelschule und von Vereinen genutzt wird. Eine gute Zusammenarbeit pflegt die Grundschule Obermais seit einigen Jahren mit der Kinderwelt, einem Onlusverein, der die Kinderbetreuung am Nachmittag anbietet und die Kinder mittags zum Essen in das Kolpinghaus begleitet. Das nahegelegene Kolpinghaus bietet den Mensadienst auch für die Grundschule an.