News

Schulsozialpädagogik am SSP Meran Obermais

Werte Eltern / Erziehungsberechtigte unserer Schüler*innen

Mein Name ist Ivo Passler. Mit 33 Wochenstunden bin ich als Schulsozialpädagoge für den gesamten Schulsprengel Meran Obermais tätig.

Hier möchte ich Ihnen - besonders allen die bei uns neu sind - meine Rollen- und Aufgabenbeschreibung in Kurzfassung übermitteln

und im Anschluss einige Leitsätze anbringen, die mir aus meiner beruflichen Warte gegenüber den Eltern / Erziehungsberechtigten wichtig sind.

Rollen- und Aufgabenbeschreibung in Kurzfassung

Schulsozialarbeit ist gemeinsame Verantwortung ALLER am Schulwesen beteiligten. Schulsozialarbeit bemüht sich um das Wohlbefinden der Schüler*innen, individuell und kollektiv.

Schulsozialpädagogik ist unterstützend für die Schulsozialarbeit da, ist also Teil des internen Unterstützungssystems der Schule, um das Wohlbefinden aller Schüler*innen an unseren Schulen zu sichern.

Als Schulsozialpädagoge arbeite ich auf zwei Ebenen:

Prävention

  • Niederschwelliges Beratungsangebot für Schüler*innen, Lehrpersonen und Eltern
  • Projektunterricht mit Klassen zu allen sozialen Themen, z.B. Klasse stärken, Persönlichkeit stärken, Gewaltprävention, Suchtprävention, Friedensarbeit, …
  • Gruppen- und Einzelarbeit zur Stärkung von Sozialkompetenzen
  • Projekt- und Programmentwicklung (z.B. Streitschlichtungs-Programm)
  • Netzarbeit mit Eltern/Erziehungsberechtigten, Sozialdiensten, Jugendarbeit, Beratungszentren, anderen professionellen Diensten

Intervention

  • Konfliktarbeit (Mediation, Mobbingintervention)
  • Sozialpädagogische Einzelbegleitung (Beratung, Coaching, Begleitung. Netzarbeit)

Einige sozialpädagogische Ansagen, die mir gegenüber Eltern/Erziehungsberechtigten besonders wichtig sind:

  • Das Wohlbefinden geht vor! Achten wir darauf, wie es unseren Kindern geht. Pflegen wir unsere Beziehung zu unseren Kindern und kümmern wir uns darum sie zu stärken.
  • Bauen wir Vertrauensbrücken zwischen Familie und Schule. Unsere Kinder profitieren davon. Die wichtigsten Vertrauensbrücken sind jedoch jene zwischen uns und unseren Kindern!
  • Stehen wir unseren Kindern zur Seite, werden wir Alliierte. Konflikte unter den Tisch kehren bringt keine Lösung. Das Wohlbefinden unserer Kinder muss uns wichtiger sein als falsche Solidaritäten / Loyalitäten zwischen Erwachsenen.
  • Nutzen wir Unterstützungs-Systeme. An der Schule gibt es mich als Sozialpädagogen, bei Bedarf leite ich weiter an andere Dienste.
  • Respektieren wir Kommunikationswege. Bei Konflikten suchen wir wenn möglich direkte Aussprachen, etwa mit Lehrpersonen. Bei Bedarf suchen wir dann weitere Unterstützung. 
  • Bei verhärtetem Verdacht auf Mobbing melden Sie sich bitte sofort direkt bei mir um die Abklärung und eventuelle Intervention zu begleiten. Erstens ist es wichtig, Mobbing von anderen Konfliktformen zu unterscheiden (eventuell lesen Sie sich erst einmal ein, ich empfehle z.B. die Informations-Broschüre Berlin-Brandenburger Anti-Mobbing Fibel). Auch finde ich es wichtig zu wissen, dass Mobbing durch unpassende Interventions-Versuche oft noch verstärkt wird.
  • Konflikte sind Lernchancen. Wir bearbeiten sie dort, wo sie vorkommen. Konflikte, die primär im Bereich des Schullebens vorkommen, müssen auch dort angegangen und bearbeitet werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Eltern / Erziehungsberechtigte die Vertrauensbrücken zur Schule stärken. Versuche, schulgebundene Konflikte außerhalb zu lösen, gehen meist nicht auf. Also noch einmal: Nutzen Sie die vorhandenen Unterstützungssysteme. 

Bei Fragen u/o für die Vereinbarung von vertraulichen Gesprächsterminen können Sie sich immer gerne bei mir melden.

Sollten Sie andere Beratungsstellen bevorzugen, so können Sie sich auch vertraulich und unentgeltlich beim Pädagogischen Beratungszentrum Meran melden. Was ich hingegen nicht OK finde ist es, wenn wir als verantwortliche Begleitpersonen Probleme unserer Kinder wachsen lassen, ohne die nötige Unterstützung zu sichern. 

So wünsche ich unseren Schüler*innen ein wunderschönes, starkes und stärkendes, lehrreiches Schuljahr, 

und uns als Begleitpersonen auch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge
SSP Meran Obermais
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Mobil: +39 331 3153103