Aktivitäten/Projekte

Unsere Streitschlichter*innen sind aktiv

Wer sind heuer unsere Streitschlichter*innen? 

Am 19. Dezember war die Diplomfeier, jetzt sind sie eingeschult und aktiv im Dienst. Unsere neuen Streitschlichter*innen aus den vierten Klassen sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Beatrice, Filippo, Giada, Giulia, Hanna, Katja, Marie, Mirja, Noemie, Simon und Sofie

Massimo war auch bei der Ausbildung dabei, gehört aber zugleich schon zum Team vom Vorjahr, von dem heuer auch noch mehrere aktive Streitschlichter*innen geblieben sind, die heuer alle die fünfte Klasse besuchen:

Arthur, Charlotte, Claudia, Emma, Noah und Theresa

Gemeinsam bilden alle Streitschlichter*innen ein großes Team.

Im Eingangsbereich der Grundschule – am Geländer des Stiegenhauses beim Atrium – hängt unser Streitschlichtungs-Kalender. Darauf ist klar erkennbar, wer an welchem Tag als Streitschlichter*in im Dienst ist, sei es am „grünen“ als auch am „grauen“ Pausenhof.

Euch Streitschlichter*innen gebührt Dank und Respekt dafür, dass ihr diese so wertvolle Aufgabe für unsere Schulgemeinschaft übernehmt!

Was heißt Streitschlichtung und warum brauchen wir das?

Streit-Schlichtung.

Streitschlichtung ist eine Methode der Konfliktarbeit.

Streitschlichter*innen unterstützen und begleiten Menschen nach einem Streit dabei, selbst einen Weg zu finden, um wieder besser miteinander aus zu kommen, Verletzungen wieder gut zu machen und sich zu vertragen.

Um sich wieder neu zu vertragen, wird ein Vertrag zwischen den zwei Streitenden geschlossen. Die Frage dabei lautet: Was kann ich selbst besser machen und was brauch ich von der anderen Person?

Wir brauchen Streitschlichtung, um aus Konflikten lernen zu können. Das Motto lautet: Streiten ist gut, sich wieder vertragen ist besser! In Beziehungen gibt es immer wieder Konflikte, nur so lernen wir uns kennen. Wir müssen aber lernen, Konflikte gewaltfrei auszutragen. Der letzte Satz im Leitbild unseres Schulsprengels heißt: Wir lösen unsere Probleme und Konflikte im Gespräch und haben füreinander Zeit.

Streitschlichtung unter Schüler*innen erzielt oft bemerkenswerte Resultate. Viele (nicht alle!!) Konflikte können Gleichaltrige selbst bearbeiten.

Manche Konflikte müssen an die Lehrpersonen oder den Schulsozialpädagogen weitergeleitet werden.

Wie funktioniert das bei uns an der Grundschule Obermais?

Wenn zwei Kinder einen Konflikt/Streit haben, können sie sich eine Streitschlichtung organisieren, indem sie sich in der Pause bei einer*m Streitschlichter*in melden.

Streitschlichtungen finden dabei immer zwischen 2 Einzelpersonen statt, die von 1 Streitschlicher*in begleitet werden. (Keine Gruppen-Streitschlichtungen!)

Zuerst stellt die*der Streitschlichter*in klar, ob beide Streitenden wirklich für die Schlichtung bereit sind.

Sonst wird der Fall an die Lehrpersonen übergeben.

Wenn beide bereit sind, begleitet die*der Streitschlichter*in sie an einen besonderen Ort in der Schule, wo die Streitschlichtungen stattfinden (hinter dem Atrium).

Dort erfolgt die Streitschlichtung in mehreren Schritten: Es wird dabei abgeklärt, was vorgefallen ist, wie sich die Streitenden dabei gefühlt haben und was sie sich für die Zukunft positives Vornehmen (=Vertrag schließen).

Streitschlichter*innen achten darauf, dass beide Beteiligten sich ausdrücken können und auch wirklich gehört und verstanden werden. 

Sobald ein Vertrag geschlossen ist, wird eventuell noch ein Kontrolltermin vereinbart um in der darauffolgenden Woche zu kontrollieren, ob die Abmachungen eingehalten wurden oder neue Vertragsarbeit notwendig ist.

Können Streitschlichter*innen alle Konflikte lösen?

Nein! Die Streitenden müssen ihre Konflikte schon selbst lösen. Streitschlichter*innen können dabei aber oft begleiten.

Eine Streitschlichtung unter Schüler*innen kann dabei nur funktionieren, wenn:

  •          Die Streitenden den Konflikt wirklich lösen wollen
  •          Die Streitenden sich an die Regeln der Streitschlichtung halten und die Streitschlichterinnen* in ihrer Rolle respektieren

Streitschlichter*innen lernen auch Konflikte an die Lehrpersonen weiterzuleiten, wenn die Streitschlichtung nicht funktioniert.

Dann übernehmen die Lehrpersonen den Fall und können bei der Konfliktarbeit immer auch den Schulsozialpädagogen mit einbeziehen.

Wir bedanken uns nochmals bei allen Streitschlichter*innen für Euren wertvollen Einsatz!

Abschließend wiederholen wir noch einmal das Motto und den wichtigen Satz aus unserem Leitbild:

Streiten ist gut, sich wieder vertragen ist besser!

Wir lösen unsere Probleme und Konflikte im Gespräch und haben füreinander Zeit.

Im Anhang findet ihr noch die PowerPointFolien aus der Präsentation der neuen Streitschlichter*innen mit ihren Fotos.

Mit freundlichen Grüßen

für das Ausbildungsteam und als Begleitperson unserer Streitschlichter*innen

Ivo Passler

Schulsozialpädagoge am SSP Meran Obermais


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Gendersensible und –gerechte Sprache und Haltung ist mir wichtig. Um alle Menschen zu inkludieren und wert zu schätzen, schreibe ich möglichst immer auch im Femininum. Das * signalisiert dabei, dass alle Menschen egal welcher Genderpositionierung respektvoll gemeint sind.